Landwirtschaft ausserordentlich mobil und urban

Mehr als 10 Jahre dämmerte das Areal Berliner Strasse 42 / Salomonstrasse 10/11/12 vor sich hin. Mit Projektbeginn im Frühjahr 2010 entstand entstand im Hof des Geschäftshauses eine innerstädtische Oase. Gärten sollen auf dem ungenutzten Areal entstehen, die ökologisch und sozial sind, in denen gemeinschaftlich gepflanzt, gepflegt und geerntet wird. Gärten, in denen unterschiedlichste Menschen sich treffen, gemeinsam arbeiten, sich austauschen, lernen und gemeinsam neue Wege in eine Zukunft der Stadt suchen.

Das gemeinschaftliche Gärtnern soll darüber hinaus brachliegende Flächen in Orte des urbanen Lebens, des interkulturellen und intergenerationellen Austausches, der gemeinsamen Arbeit, der Erholung und des Genießens verwandeln.

 

Ökologischer und lokaler Anbau von Vielfalt

 

Mit Hilfe eines transportablen und modularen Beetsystems wird das ungenutzte Areal in einen biologische Nutzgarten verwandelt. Es sind mobile Beete die dafür sorgen, dass unabhängig vom Boden, mit flexibler Nutzungsdauer und in beliebig großer Zahl an den unterschiedlichsten Orten Gemüse lokal und in Bioqualität produziert werden kann.

Für den Hausgebrauch aber auch für die Gastronomie werden alte Sorten und seltene Kulturpflanzen gezogen. Diese Art lokalen Anbaus hat eine günstige CO2-Bilanz, verbessert das Mikroklima, erhöht die biologische Vielfalt und verschönert die Stadt. Vor allem aber: es gibt kein frischeres, gehaltvolleres Gemüse als das direkt geerntete.

Die Auswahl der verwendeten Böden und die Verwendung von bodenunabhängigen Kompostbeeten ermöglicht einen Anbau nach Biokriterien.